Künstliche Intelligenz im Ultraschall

Künstliche Intelligenz (KI) hilft Ärzten bei wichtigen Untersuchungen während der Schwangerschaft




Automatisierte Prozesse bei der Messung des Gehirns des Fötus helfen, entscheidende Daten schneller und einfacher zu erhalten

Für viele werdende Eltern findet die erste „Begegnung“ mit ihrem Baby in der 20. Schwangerschaftswoche statt. Die Ultraschall-Untersuchung, die zu diesem Zeitpunkt gemacht wird, gibt den Eltern ein Gespür für die Gesundheit des heranwachsenden Fötus.

Die Bilder, die bei dieser wichtigen Untersuchung gemacht werden, geben Aufschluss über Form und Struktur von Kopf und Gehirn, die von besonderer Bedeutung sind, da ernste zerebrale Probleme zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft sichtbar werden können.

Mit der Ausbildung des Gehirns schauen Geburtshilfe-Spezialisten besonders auf das Zerebellum – also das Kleinhirn – und der Teil des Gehirns, der die Muskelaktivität koordiniert und reguliert. Ein gesundes Kleinhirn kann typischerweise fetale Komplikationen, wie z. B. Spina Bifida – ein Neuralrohrdefekt, bei dem sich das Rückenmark nicht richtig entwickelt – ausschließen.

Die Vermessung des Gehirns des Fötus ist jedoch keine einfache Aufgabe und erfordert viele manuelle Einstellungen am Gerät durch den Untersucher. Heutzutage kann ein Gerät mit künstlicher Intelligent (KI) diesen Prozess viel einfacher gestalten.

Dr. Ralf Menkhaus, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe aus Minden, nutzt seit mehreren Jahren das Ultraschallsystem Voluson E10 von GE Healthcare. In den letzten Monaten hat er die Vorteile eins neuen Tools namens SonoCNS genutzt, das den Messprozess beim Gehirn des Fötus automatisiert.

„Alles, was ich tun muss, ist das Volumen zu nehmen und ich erhalte sofort die Messwerte, die ich brauche“, sagt Dr. Menkhaus. „Dies spart mindestens eine halbe Minute pro Scan, was sich schnell summiert, wenn man mehrere Patienten hat.“

SonoCNS kann tatsächlich die Tastenanschläge deutlich reduzieren und so dem Arzt helfen, die Aufmerksamkeit weg von der Maschine hin zum Patienten zu lenken.

„Dies ist insbesondere für weniger erfahrene Gynäkologen von Vorteil“, sagt Dr. Menkhaus. „Jetzt haben sie per Knopfdruck genaue und verlässliche Messwerte.”

Mittels künstlicher Intelligenz kann das medizinische Team Komplikationen früh erkennen und mit der Familie weitere Schritte oder mögliche Eingriffe besprechen, die zu einem besseren Ergebnis für den Patienten führen.

KI hat das Potenzial, einige der eher alltäglichen Aufgaben zu reduzieren, damit wir uns mehr auf den Patienten konzentrieren können – und weniger auf Maschinen,“ sagt Dr. Menkhaus. „OB/GYN Ultraschall hat große Fortschritte gemacht, besonders in den letzten Jahren, und ich bin schon ganz gespannt, was noch kommen wird.“

Schreiben Sie einen Kommentar